Arbeiten im Freien: Sommer, Sonne, Sonnenstich?

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Datum: 11.05.2022 - Lesedauer: 1 Minute - Autor: SIGEKO IN DER REGION Redaktion

 

Die Sonne ist für uns Menschen lebensnotwendig. Um ausreichend Vitamin D zu bilden, sollte man jeden Tag zwischen fünf und 25 Minuten Zeit in der Sonne verbringen. Was passiert jedoch, wenn wir uns zu lange ungeschützt in der Sonne aufhalten?

 

Risiken von UV-Strahlung

Unsere Haut verfügt über einen gewissen Eigenschutz mit dem man sich, je nach Hauttyp mehr oder weniger, ohne eine Schädigung zu riskieren in der Sonne aufhalten kann. Ist aber die UV-Strahlung im Laufe des Tages zu hoch, kann dies zu einem Sonnenbrand oder im schlimmsten Falle zu Verbrennungen oder einem Sonnenstich führen.

Weitere Risiken von UV-Strahlung sind frühzeitige Hautalterung, Hautkrebs, grauer Star sowie Horn- und Bindehautentzündungen.

 

Gefährdete Gewerke

Besonders gefährdet sind Personen, deren Arbeit im Freien ausgeübt wird. Hierzu zählen unter anderem folgende Bereiche:

  • Straßen- und Tiefbau
  • Betonbau
  • Hochbau
  • Gerüstbau
  • Dachdeckergewerk

 

Schutzmaßnahmen (TOP-Prinzip)

Es gibt verschiedene Arten sich vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Hier unterscheiden wir in technischen- und organisatorischen Maßnahmen sowie persönlichen Schutzmaßnahmen.

 

Technische Maßnahmen

  • Überdachungen an Arbeitsplätzen im Freien
  • Aufstellen von Sonnenschirmen bzw. Sonnensegeln
  • UV-absorbierende Baumwollbespannungen

 

Organisatorische Maßnahmen

  • Direkte Sonne meiden, Schatten aufsuchen
  • Pausen im Innen- oder Schattenbereich
  • Arbeitszeiten verschieben (z. B. früherer Arbeitsbeginn)
  • Getränke im direkten Arbeitsumfeld bereithalten
  • Tätigkeiten auf mehrere Beschäftigte verteilen

 

Persönliche Schutzmaßnahmen

  • Kopfbedeckung tragen (Bedeckung von Gesicht, Hals und Nacken)
  • Körperbedeckende Kleidung
  • UV-Schutzbrille
  • Sonnenschutzmittel (LSF 50, großzügig auf alle freien Körperteile auftragen!)

 

Anzeichen einer Hitzebelastung

Werden nicht ausreichend Schutzmaßnahmen getroffen, kann dies zu einer Hitzebelastung führen. Diese kann sich wie folgt äußern:

  • Erhöhtes Durstgefühl
  • Sonnenstich: hochroter Kopf, Übelkeit, Kopfschmerz
  • Gereiztheit, Schwäche, Beklemmung, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, schneller Puls
  • Hitzeschlag: Körpertemperatur über 40 Grad

 

Handeln im Notfall

  • Erste Hilfe anfordern und Schatten aufsuchen
  • Ausreichend Flüssigkeit in kleinen Mengen trinken und dabei Pausen machen
  • Bei Schwindel betroffenen Person hinlegen lassen und weiter beobachten
  • Bei Bewusstlosigkeit die betroffenen Personen in die stabile Seitenlage bringen
  • Kühle feuchte Tücher auf Stirn, Nacken und Beine legen
  • Bei Hitzschlag Person mit kühlem Wasser begießen und bei Atemstillstand Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen, bis der Rettungsdienst eintrifft

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